3. Red Bull TriTslands 2017

Inselhopping extrem / Drei Engteraner beim Tri Island Triathlon dabei

Eine Sportveranstaltung der besonderen Art fand am 9.9.2017 auf den Nordfriesischen Inseln Amrum, Föhr und Sylt statt. 300 Teilnehmer starteten mit einer gemeinsamen Wattwanderung von ihrem Basecamp auf Föhr nach Amrum. Von der Insel Amrum ging es rund 3 Kilometer durch das offene Meer nach Föhr. Nach 40 Kilometern Radstrecke über die grüne Insel brachten 12-Mann-Boote die Triathleten zur finalen Laufentscheidung nach Sylt. Hier galt: Besser, alle geben Gas. Denn der natürliche Knockout-Modus durch die Tide verhinderte, dass es alle Teilnehmer nach Sylt schafften.

Mit dabei waren mit Jan Frederik Arnold, Ralf Unland und Jörg Renzenbrink auch drei Sportler des TuS Engter, die diesen Wochenendtrip lange geplant hatten. Der besondere Reiz der Veranstaltung ist dabei sicherlich zum einen die tolle Nordseekulisse zum anderen die Kombination den Dreikampf auf drei Inseln auszutragen. Dies macht die Veranstaltung weltweit einmalig und sorgte auch dafür, dass aus insgesamt 10 Nationen Teilnehmer nach Föhr anreisten, um hier zu starten. Die Bedingungen waren dieses Jahr allerdings alles andere als gut, sodass den Triathleten schon vor Beginn des Wettkampfes alles abverlangt wurde.

Vor den drei eigentlichen Disziplinen des Triathlons kam noch eine vierte in Form einer 11 km langen Wattwanderung hinzu, um an den Startpunkt im Naturschutzgebiet der Insel Amrum zu gelangen. Da der Start mangels Wasser nicht direkt nach der Wanderung erfolgen konnte, mussten die Athleten, noch über zwei Stunden auf Amrum auf die Flut warten. Die Wartezeit kostete die Teilnehmer,die durch anhaltenden Dauerregen und das Durchqueren von zwei hüfthohen Prielen bereits vor dem Schwimmen bis auf die Knochen durchnässt waren reichlich Energie.Viele Triathleten zogen den Neoprenanzug, der für die Schwimmstrecke wegen der niedrigen Wassertemperatur von nur 17°C Pflicht war, deshalb sofort an, um nicht gänzlich auszukühlen. Um 14:15 Uhr erfolgte dann der offizielle Start. Die 3km lange Strecke zwischen den Inseln Amrum und Föhr wurde für die Schwimmer mit vier Katamaranen zur Orientierung markiert. Obwohl eigentlich nur geradeaus geschwommen werden musste, stellte das Schwimmen bei dieser Veranstaltung eine besondere Herausforderung dar. Durch die Gezeiten gibt es zwischen den Inseln starke Strömungen, die man, um zum richtigen Ausstieg zu gelangen, einkalkulieren musste. Während Unland und Renzenbrink den letzten Katamaran wie vom Veranstalter empfohlen auf der rechten Seite umschwommen, gelang dies Arnold nicht und er musste zum Ende der 3km noch stark gegen die Strömung ankämpfen. Renzenbrink und Unland hatten dagegen aufgrund der ausgekühlten Muskulatur Probleme. Renzenbrink bekam nach einer halben Stunde einen Krampf in beiden Waden gleichzeitig und musste ca. 500m Brustschwimmen mit angezogen Fußsohlen, um die Muskulatur zu dehnen, was viel Zeit kostete und er die 1. Disziplin erst nach 47 Minuten auf Platz 31 beenden konnte.  Unland hatte beim Ausstieg Pech und stieß mit seinem Fuß gegen ein Rohr und auch hier versursachte die Kälte beim plötzlichen Ausfallschritt einen Krampf, der wertvolle Zeit kostete und ihn nach 50 Minuten als 50. aufs Rad wechseln ließ. Von Platz 149. aus starte Arnold seine Aufholjagd und machte auf der Radstrecke in einer Zeit von 1:07h viele Plätze gut. So gelang es ihm auch durch einen schnellen Wechsel vor seinem Teamkollegen Unland auf eines der begehrten Schnellboote nach Sylt zu gelangen.  Auch Renzenbrink war zu dieser Zeit nach einem guten Radsplit von 1:08h bereits im 4.Boot auf dem Weg nach Hörnum auf Sylt. Hier ging es für 228 Athleten, die vor dem Time Out nach 2:30h den Steg in Utersum auf Föhr erreichten, auf die finale 11km Laufrunde. Sylt präsentierte sich hierbei von seiner besten Seite und empfing die Läufer mit Sonnenschein. Aber auch die letzte Disziplin hatte es nochmal in sich, so führte die Strecke durch die Dünen und gegen Ende nochmal 3km durch den köcheltiefen Sandstrand. Nach 2:58h erreichte der Sieger Leif Schröder-Groeneveld das Ziel. Auf Platz 51. folgte als erster Engteraner Jörg Renzenbrink 24 Minuten später. Nach 3: 34 als 88‘ste liefen Unland und Arnold gemeinsam über die Ziellinie, nachdem Unland ca. 200m vorher den Vorsprung egalisierte hatte.

Das sonnige und warme Wetter auf Sylt ließ die Finisher den frostigen Start der Veranstaltung schnell vergessen. Ferner sorgte es für eine ausgelassene Stimmung auf der Fähre, die für die Rückfahrt nach Föhr eingesetzt wurde. Auch auf der anschließenden After Race Party in der Nationalparkhalle in Wyk wurde trotz des langen und anstrengend Rennens noch ausgiebig gefeiert.